Archiv für die Kategorie ‘ Unterwegs ’

Auf der Wiener Buchmesse – vulgo „Buch10“, wie ich heute gelernt habe –, ist es für den Durchschnittsmenschen sicherlich sehr interessant, da gibt es einiges zu stöbern. Weil ich viele „Pflichtbücher“ dieses Herbstes bereits kenne oder zumindest neben mir aufgestapelt habe (die sind natürlich nicht alle lesenswert, ach wo…), hielt sich der News-Wert in Grenzen. Umso mehr danke ich den Veranstaltern für die Presse-Akkreditierung: Mercie, es war sehr nett. Die Vorträge und Diskussionen, die mich angesprochen hätten, gingen und gehen sich bis Sonntag allesamt nicht aus, aber immerhin konnte ich ein dreijähriges Mädchen glücklich machen, indem ich mit ihr das „Zookonzert“ von Marko Simsa aufgesucht habe: „Papi, das war sehr, sehr lustig.“ Mit knapp 45 Minuten aber auch etwas zu lange für einige der jungen Besucher/innen. Doch der Künstler hat sich redlich bemüht, und etwa ein Drittel der Zeit waren auch zwei Filmteams anwesend. ORF? ATV? Puls4? Keine Ahnung, aber ab 19 Uhr wird wohl mal durchgezappt. Richard K. Breuer hat übrigens nicht zuviel versprochen: Sein Stand Nr. 732 ist sehr schön anzusehen.

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Das wird jetzt einige schockieren, aber ich hatte in den zehn Jahren, die ich bereits in Wien lebe, nur einmal Heimweh. Und das war voriges Jahr im Sommer. Unser aller Lieblings-Sportler, der gute Toni Innauer, hatte einen Artikel über s’Ländle geschrieben, der mir zufällig vor die Brillengläser kam. Ich las von seiner Jugend im Bregenzer Wald, frischte meine Erinnerung an die in Kindertagen vernommene Legende vom Innauerschen Gasthof auf – inzwischen von Antons Schwester Berghild geführt – und erfreute mich an Schilderungen der Vorarlberger Küche. Am meisten beeindruckten mich aber die wunderbaren Fotografien der Wälder Landschaft, die die Geschichte illustrierten. Da spürte ich einen Stich im Herzen und sehnte mich ein, zwei Tage dahin zurück.

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Einer Freundin war zu Ohren gekommen, „dass du mit dinam Kind ger koan Dialekt redescht“. Dabei wäre das doch, im Sinne der Vielsprachigkeit, ein immenser Vorteil für dessen Zukunft. „Beruhig di“, versuchte ich abzuwehren, und verwies darauf, dass ich mit Wörtern wie Käsknöpfle (statt fürchterlichen Ausdrücken wie Kasspätzle / -nock’n / -nudl’n), tschutta und Gofa (in Wien: Gschropp’m) selbstverständlich auf einen weltgewandten Sprachgebrauch meiner Tochter hin arbeite. Englisch, Türkisch und Serbokroatisch lernt sie dazu noch im Kindergarten, wie ich wohlwollend über viele Lieder und Gedichte wahrnehme, und damit wäre ein Grundstock für jede vorstellbare Karriere im In- und Ausland gelegt.

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Zwei Ausstellungen widmen sich derzeit unserer Bundesverfassung

Mittelmäßig: Anders kann man Hans Kelsens Leistungen kaum nennen, die im Maturaprotokoll aus dem Jahr 1900 erhalten sind. Am Akademischen Gymnasium wurde ihm zwar ein „lobenswert“ für mathematische Leistungen attestiert, aber noch im ersten Semester des Abschlussjahrs fällt das „Nicht genügend“ in Kalligraphie auf, das der junge Mann schließlich in ein „Genügend“ verwandelt. Ansonsten: durchwegs „befriedigend“. Dass auf dieser Basis eine alles andere als mittelmäßige Laufbahn möglich ist, ahnte damals niemand – am wenigsten wohl der Schulabgänger, der vorerst seinen Militärdienst im Auge hatte.

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Ja, es war ein schwacher Ruf, auch wenn er laut durch das Festzelt schallte: „Wer Achtjährige wie Terroristen behandelt, der tickt nicht richtig“, stellte der Wiener Bürgermeister am Freitagabend in mittlerweile gewohnt rüdem Ton fest. Ein Problem dabei: Dieser Ton, der im Fall der jüngsten Unmenschlichkeit auf Basis österreichischer Gesetzgebung nicht unpassend war, unterschied sich kaum von der Frage Michael Häupls wenige Wochen zuvor, ob die amtierende Wissenschaftsministerin Beatrix Karl „wo ang’rennt“ sei. Damals ging es um die von ihr angesprochene Möglichkeit, künftig Universitäten bzw. Universitätsinstitute/-fakultäten zu schließen – eine Option, die mittlerweile auch Unirektoren erwägen.

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