Archiv für die Kategorie ‘ Unterwegs ’

In drei Krimis zeichnete der gebürtige Oberösterreicher Franz Kabelka ein lebendiges Bild der Vorarlberger Gesellschaft vom Bodensee bis ins Montafon. Den Ermittler Anton „Tone“ Hagen präsentiert er als zerbrechliche Seele, die sich nicht scheut, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im Interview spricht der Autor, ehemaliger Stadtpolitiker und hauptberuflich AHS-Lehrer in Feldkirch, über Mundarten, Heimat, politische Einmischung und Burnout.

(mad): Tone Hagen kehrt nach vielen Jahren in Linz zurück ins „Ländle“. Sie stammen selbst aus Oberösterreich – war es schwer, die neue Heimat zu schildern?
Kabelka: Ich habe lange überlegt, wie ich es angehe, damit mir mein „Zuag’rast-Sein“ nicht von den „g’hörigen“ Vorarlbergern angelastet wird. Die Perspektive dessen einzunehmen, der mit einer gewissen Distanz in seine alte Heimat zurückkehrt, erschien mir als die beste Lösung. Es kommen in meinen Romanen nur wenige Vorarlberger Dialektausdrücke vor, bei denen ich mich außerdem so gut wie möglich abgesichert habe. Da bin ich penibler als manch anderer Autor. Im letzten Buch kommen zudem Wienerisch, Münchnerisch und Berlinerisch vor. Das lief alles durch mehrere Kontrollinstanzen.

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Mit drei Kurzrezensionen wurde dieses Blog vor 365 Tagen, am 7. Jänner 2010, auf die Welt losgelassen. Im Vorfeld standen mehr als eineinhalb Jahre des Nachdenkens „ob“, sowie ein gutes halbes Jahr, in dem ich mir gewisse Fertigkeiten anzueignen versuchte: HTML, PHP, CSS etc. Schlussendlich kam ich, in diesem Vorhaben mehr oder weniger kläglich gescheitert, auf das wunderbare WordPress-System, und die Sache war geritzt.

Neben dem (mad)-Blog, das eher „seriös“ ausgerichtet sein sollte, bestand einige Wochen lang auch das „Unterwegs“-Blog, in dem ich etwas mehr die Sau raus lassen wollte: Satiren, Glossen etc. Natürlich war das viel zu aufwändig, wie mir bald klar geworden ist – und „Unterwegs“ wurde von (mad) geschluckt. Im Frühjahr, als ich mich nach langem hin und her dazu durchgerungen hatte, wieder an die Uni zu gehen und mich einer höheren geistigen Herausforderung zu stellen, setzte ich auf die Idee eines „Leseblogs“ – [mad vs. Spengler] –, das sich jedoch ebenfalls als viel zu ambitioniertes Projekt heraus stellte. Bloggen, so fand ich in den ersten sechs Monaten heraus, das bedeutet auch und vor allem einmal: lernen.

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Dieses Blog wurde am 7. Jänner 2010 der Öffentlichkeit preisgegeben (der erste Geburtstag naht!). Bald darauf, am 23. Jänner, lernte ich Twitter zu schätzen. Im Frühsommer, als es um meine berufliche Neuausrichtung ging, setzte ich auf Facebook und Xing. Irgendwann kam ich auch auf Soupio. Zuletzt versuchte ich es dann, aus reiner Neugier, mit Foursquare – und nun ist Diaspora dran.

Was bringt’s?

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Freitagabend, Weihnachtsgetümmel, Tausende auf dem Weg. Fluchtgedanken: Musik im Ohr: Cut Like A Buffalo. Als dich plötzlich dieser Kerl anstarrt, steigt deine Laune nicht unbedingt. Du willst dich schon wegdrehen, als du, spät aber doch, unter der dicken Pudelmütze, hinter dem hochgeschlagenen Mantelkragen, deinen guten Freund erkennst. Der eigentlich tausende Kilometer entfernt, in London sein sollte. Und sich nun hier in Wien antreffen lässt, wo er für lausige 24 Stunden zu Gast ist. Du erkennst nun auch, bei wem – er hat seine Schwester im Schlepptau, die Gute.

Freude!

Lange ist es her, doch sofort ist alles beim Alten. Man tauscht die aktuelle Lebenssituation aus (der eine ist verheiratet, der andere Vater – das ist nichts Neues, aber birgt hohes Geschichtenpotenzial). Man erläutert die politischen Verhältnisse da wie dort. Und landet schließlich genau da, wo man irgendwann, vor Ewigkeiten, am engsten miteinander war: in der Schule. Was dieser, was jene mache? Ob diese, ob jener gut gealtert ist? Die Band damals – wir waren so gut! (Wir waren SO gut!!!)

Der Abschied, viel zu bald. Eine Stunde nur und dann: Auf Wiedersehen, alter Freund!

(Auf Wiedersehen!)

Ich habe mich nie an die Bettlermasse in Wien gewöhnt. Vielleicht braucht man, vom Land kommend, auch mehr als eine lausige Dekade, um sich mit dem Elend dieser Männer, Frauen und Kinder abzufinden. Natürlich: Viele der Bettelnden in unserer Stadt haben es immer noch besser als jene Kinder, die etwa in Buenos Aires kurz nach der Abenddämmerung aus allen Ecken herbei strömen und die Mülltonnen nach Essbarem oder Spielsachen durchwühlen. Dennoch gibt einem die Not dieser Menschen in einem der reichsten Länder der Welt gerade in der Vorweihnachtszeit sehr zu denken. Es betrübt, dass man ihnen nicht allen helfen kann.

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