Nach fast eineinhalb Jahren ein erster Konzeptwechsel: Das (mad)-Blog wird geschlossen, madication erhält insgesamt etwas schlankere Strukturen. Launige Meldungen zur Entwicklung der Gesellschaft finden sich ab sofort an dieser Stelle.
Archiv für die Kategorie ‘ Allgemein ’
Mit drei Kurzrezensionen wurde dieses Blog vor 365 Tagen, am 7. Jänner 2010, auf die Welt losgelassen. Im Vorfeld standen mehr als eineinhalb Jahre des Nachdenkens „ob“, sowie ein gutes halbes Jahr, in dem ich mir gewisse Fertigkeiten anzueignen versuchte: HTML, PHP, CSS etc. Schlussendlich kam ich, in diesem Vorhaben mehr oder weniger kläglich gescheitert, auf das wunderbare WordPress-System, und die Sache war geritzt.
Neben dem (mad)-Blog, das eher „seriös“ ausgerichtet sein sollte, bestand einige Wochen lang auch das „Unterwegs“-Blog, in dem ich etwas mehr die Sau raus lassen wollte: Satiren, Glossen etc. Natürlich war das viel zu aufwändig, wie mir bald klar geworden ist – und „Unterwegs“ wurde von (mad) geschluckt. Im Frühjahr, als ich mich nach langem hin und her dazu durchgerungen hatte, wieder an die Uni zu gehen und mich einer höheren geistigen Herausforderung zu stellen, setzte ich auf die Idee eines „Leseblogs“ – [mad vs. Spengler] –, das sich jedoch ebenfalls als viel zu ambitioniertes Projekt heraus stellte. Bloggen, so fand ich in den ersten sechs Monaten heraus, das bedeutet auch und vor allem einmal: lernen.
PROSIT NEUJAHR!
Jan 1
(mad) wünscht allen Leserinnen und Lesern ein erfolgreiches und schönes Jahr 2011!
Betthupferl
Nov 22
Väter sind keine Mütter und werden nie welche sein.
Väter sind nicht einmal ein passabler Großmütter-Ersatz, wie ich immer wieder feststellen muss. Väter sind dann ausreichend, wenn sonst keiner da ist. Mit Ausnahme vielleicht des Postboten. Väter müssen sogar in der völlig überheizten Garderobe warten, wenn ihre Kinder mit dem Spielen im Kindergarten „noch nicht ganz fertig sind“. Von Müttern hab ich so etwas (zumindest bisher) noch nicht gehört. Was soll’s: Väter haben dafür meist die Zeitung gelesen. Das ist auch etwas.
Man hat mich dann heute etwas für diese familiäre Nebenrolle entschädigt, indem während des Einlegens der Kinder-Betthupferl-DVD darauf bestanden wurde, dass wird „jetzt einmal deine Lieblingssendung schauen, Papi, ok?“ – Ein Hoch auf die Simpsons (das ist übrigens keine Kindersendung). Ein Hoch auf meine Tochter.
(Dies alles war selbstverständlich nur ein Vorwand, um auf die aktuelle Profil-Kolumne von Peter Michael Lingens zu verlinken: „Die Grünen und der Verkehr“. Lesenswert.)
Größenwahn
Nov 21
Heute endlich, endlich Zeit gefunden, um mir – mit vor Freude tränenden Augen! – die langjährige Liebe zu der wunderbaren Band Selig vom Herzen zu schreiben. Lest ihr dann morgen, hier.
Danach hab ich mich über diese Meldung gewundert (orf.at): „In der westpolnischen Kleinstadt Swiebodzin (Schwiebus) steht die größte Christus-Statue der Welt. Mit einer feierlichen Feldmesse wurde die riesige Figur Sonntagnachmittag eingeweiht und überragt mit ihren 36 Metern sogar die bisher größte Jesus-Figur in Rio de Janeiro.“ – Meiner ist größer als deiner: Das bekannte Spiel auf gänzlich neuem Terrain?
Laut Wikipedia gibt es eine Reihe weiterer „Cristo Rei“-Statuen: Jene in Dili, Osttimor, ist 27 Meter hoch. Cristo Rei in der Gemeinde Pragal, am Tejo-Ufer gegenüber von Lissabon – die einzige, die ich bisher selbst besuchen durfte –, ist 28 Meter hoch. (Die Statue steht allerdings auf einem 75 Meter hohen Sockel, der wiederum auf einem Felsen 113 Meter über dem Fluss, und damit über dem Meeresspiegel, ruht. Beeindruckend.) Der wohl bekannteste Stein-Jesus befindet sich natürlich in Brasilien, wo er vom Berg Corcovado, auf einem acht Meter hohen Sockel befestigt, auf Rio de Janeiro blickt. Der Messias selbst ist 30 Meter hoch.
Und nun also die Polen mit ihrer 36-Meter-Statue (33 Meter ohne Krone), von der Experten meinen, sie sei wohl alles andere als für die Ewigkeit gebaut: „Wir geben ihr 20 Jahre, maximal, dann fällt sie auseinander.“ Wenn das der Karol Wojtyla wüsst’. Aber der fühlt sich bei dem Erdenprogramm wohl gemeinsam mit Sigi Freud ganz gut unterhalten.
(Wetten, dass der 40-Meter-Messias schon irgendwo in Planung ist?)