Archiv für Juli 2010

Es ist ein bisschen ein Trauerspiel. Einerseits gelingt es dieser von mir einst vergötterten Band tatsächlich, an alte Stärken anzuknüpfen; zugleich gibt es auf Remember Who You Are aber so wenig Neues zu hören, dass man wohl auch künftig lieber die 90er-Jahre-Scheiben auflegen wird.

Natürlich: Die musikalischen Tiefen, in die Jonathan Davis & Co. ab Untouchables (2002) vorgedrungen sind – wobei immer wieder einzelne tolle Tracks auf den Platten waren – scheinen weit entfernt. Aber Songs wie Oildale, Pop A Pill (trotz dem tollen Bassriff!) und Let The Guilt Go fehlt schlicht der letzte Funke Wahnsinn, der große Korn-Hymnen wie Ball Tongue, Shoots & Ladders, No Place To Hide oder A.D.I.D.A.S. geprägt hat. Ganz zu schweigen von dem dreckigen Dutzend an Ohrwürmern auf Follow The Leader, ihrem Über-Album.

Und somit liegt die größte Überraschung dieser Platte wohl darin, den (eigentlich immer etwas überschätzten) Klassiker Issues aus 1999 auf Platz 5 meiner Korn-Charts verdrängen zu können.

(5 Punkte)

Die Idee ist einfach zu gut: Die liebe @iwona_w, ihr wisst es, lud für den laufenden Monat ambitionierte Leute ein, um Tag für Tag eine interessante Buchrezension zu präsentieren. Mit Freude habe ich mich daran beteiligt, und mit noch mehr Freude habe ich die restlichen 14 Texte gelesen, die bis heute veröffentlicht worden sind.

Halbzeit also. Zeit für was Neues, dachte ich – und mit dem OK der lieben Ivy in der Tasche lade ich nun alle Musikliebhaber/innen, die ich über Twitter und Facebook erreichen kann (oder die schlicht zufällig auf diese Seite stolpern), ein, sich für August an der Aktion 31 Tage – 31 Platten zu beteiligen. Von Abba bis Zappa, von den Ramones bis zu den Backstreet Boys, von Lady Gaga bis Burzum ist alles erlaubt, was gut, schlecht, langweilig oder mörderisch tönt – solange es zum vorgegebenen Tagesthema passt:

Weiterlesen…

Nicht ganz uneigennützig möchte ich auf die heute startende Blogger-Aktion unter diesem Motto aufmerksam machen: 31 literaturbegeisterte Blogerinnen und Blogger nehmen sich über den ganzen Juli hinweg jeweils eines Buchs an und lassen ihren Gedanken dazu freien Lauf. „Ein Buch, das dich an jemanden erinnert“, oder eines, „bei dem du nur lachen kannst“: Diese und weitere 29 spannend-unterhaltsame Aufgabenstellungen gab es bis vor Kurzem auf Ivy machts net zur Auswahl. Ein Haufen Büchernärrischer hat sich drum gerissen – und ich lege all meinen Lesern ans Herz, in den nächsten viereinhalb Wochen immer wieder einmal einen Blick auf Iwonas Seite zu werfen.

Mein Beitrag sollte dann planmäßig am Sonntag, den 4. Juli, online gehen: Ich werde euch am Independence Day über mein „Hassbuch“ aufklären. Mit bestem Dank an die Koordinatorin und einer speziellen Twitter-Empfehlung: Folgt @iwona_w!

(Edit: Mein Artikel steht mittlerweile bei Ivy online und ist, samt weiteren Infos zur Aktion, auch hier abrufbar.)