Also wieder einmal der Internationale Frauentag. Am Montag ist es soweit: 99 Mal wird er danach angegangen worden sein, und nächstes Jahr, zum Zentennium, lassen wir unsere Mitbürgerinnen dann erst recht hoch leben.
„Dass Frauen für die gleiche Arbeit weniger bezahlt bekommen, einfach deshalb, weil sie Frauen sind, ist beschämend“, stellt die Frauenministerin fest. „Und dass die Einkommensunterschiede eher größer als kleiner werden, hat nichts mit einer modernen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts zu tun.“ Für dieselbe Arbeit bekommen Frauen im Durchschnitt nämlich immer noch um 15 Prozent weniger bezahlt als Männer, denen es vielfach nicht recht sei, dass überhaupt eine offene Diskussion über die Einkommensschere geführt wird, wie Gabriele Heinisch-Hosek heute per OTS mitteilte. Natürlich steht Österreich in dieser Hinsicht nicht alleine etwas blöd da: Laut dem Statistischen Bundesamt Deutschland sieht es in unserem größten Nachbarland noch schlechter aus. Die aktuellsten Zahlen belegen (auf Basis der Bruttoeinkommen 2008), dass der deutsche Gender Pay Gap bei 23,2 Prozent liegt. Das ist deutlich über dem EU-Schnitt von 18 Prozent, den wir derzeit noch unterbieten.