Da hat der gute Chuck einen Rohrkrepierer abgeliefert: Das Unheimliche, das sich angeblich auf der Insel Waytansea abspielt, regt mehr zum Gähnen an, denn zum Fürchten. Dabei beginnt es nicht weniger skurril als andere Palahniuk-Bücher: Einsamkeit, Selbstmord, Fäkalien und die Alltagsprobleme eines vermeintlichen Durchschnittsmenschen thematisiert der Autor ganz nebenbei, während er – wie man später erfährt in Form des Tagebuchs der zentralen Protagonistin –, die gescheiterte Beziehung eines nicht ganz durchschnittlichen Paars nachzeichnet. Sie, Misty, träumte davon, eine große Malerin zu werden; heute putzt sie Hotelzimmer. Er, Peter, befreite sie während des Studiums an der Kunstschule aus einer lebensfeindlichen Umwelt und machte sie zu seiner Frau; nun liegt er nach einem missglückten Suizid im Koma. Was ihr naturgemäß keine Ruhe lassen kann und sie auf die Spur eines grausamen Komplotts führt. Diese Fährte sollte man Misty jedoch alleine verfolgen lassen: Das Buch ist großer Mist.

(2 Punkte)